In einer Podiumsdiskussion sprachen sich sowohl Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen als auch Müller-Sönksen gegen direkte staatliche Hilfen für die Presse aus. Modelle indirekter Förderung wie Stiftungen, Ausbildungsunterstützung oder Anschubfinanzierungen für Online-Investitionen würden von Bündnis 90/Die Grünen aber im Rahmen eines Gutachtens weiter diskutiert, so Rößner.
„Wir sprechen mit Verlegern und Verbänden, was in Zukunft wünschenswert und machbar ist“, so die Politikerin. „Die FDP will keine staatliche Subventionen, sondern faire Markt- und Rahmenbedingungen für die Presse sicherstellen“, unterstrich dagegen der medienpolitische Sprecher der FDP, Müller-Sönksen. Die neue Tagesschau-App der ARD bezeichnete Müller-Sönksen als eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Presse. „Die FDP wird dafür sorgen, dass wir die Dinge nicht so unbotmäßig weiterlaufen lassen“. Rößner dagegen nannte die jüngste Klage von Verlegern gegen die App „rückwärtsgewandt“. Die App sei nicht anders als „tagesschau.de“ zu bewerten und habe den Drei-Stufen-Test bestanden. Der Mainzer Medienwissenschaftler Dieter Dörr und Hans Werner Kilz, Aufsichtsratsmitglied des M. DuMont Schauberg Verlages, regten neue Kooperationsmodelle von privaten und öffentlich-rechtlichen Medien im Online- und Bewegtbilder-Bereich an.